Forderungen

am 15.3.2022

Aufgrund einiger Vorkommnisse im Rahmen der Lehrveranstaltungsanmeldung für das Sommersemester 2022 möchten wir nachfolgend einige Punkte zur künftigen Verbesserung darlegen.

 

Überschneidungen: Leider fanden sich innerhalb der Jahrgänge (= Studium gem. idealem Studienverlauf) zahlreiche Überschneidungen, wodurch den Studierenden, sofern sie ihre Wunschgruppe nicht buchen konnten, eine Vielzahl an Alternativen weggefallen ist. Dadurch standen wir vor der Situation, dass einige Studierende, trotz freier Plätze in anderen Gruppen, zu keinem zielführenden Stundenplan gelangt sind. Diverse Überschneidungen konnten noch ein bis zwei Tage vor Beginn der Anmeldung verbessert werden. Andere wiederum wurden erst nach erfolgter Anmeldung entdeckt. Ein nachträgliches Ändern der Termine führte allerdings zu Verschlechterungen für weitere Studierende. Für die Zukunft ist es in diesem Zusammenhang notwendig, dass die Lehrveranstaltungen innerhalb eines Jahrgangs weitestgehend gut miteinander kompatibel sind. Die Alternative des Nachholens von Lehrveranstaltungen ist durch die Implementierung des neuen Curriculums mittlerweile auch komplizierter, da die Studierenden häufig auch mit einer höheren Workload bzw. mehr Semesterwochenstunden (und damit mehr Terminen) konfrontiert sind.

 

Modus der Lehrveranstaltungsanmeldung: In den letzten Semestern sind stetig mehr Studierende an die PH NÖ gekommen, wodurch es, nicht nur räumlich, sondern auch online, häufiger zu Überlastungen im System kommt. Daher plädieren wir dafür, Lehrveranstaltungsanmeldungen ab kommendem WiSe auf einen längeren Zeitraum zu strecken, bspw. 1. Semester montags, 2. Semester dienstags etc. Dadurch sollte es zu einer geringeren Auslastung der Plattform führen. Gleichzeitig wird nach wie vor gewährleistet, dass Semesterübergreifend angemeldet werden kann, ohne, dass es zu vielen zeitgleichen Anmeldefenstern kommt. Zusätzlich zu den Tempi der Anmeldungen möchten wir ergänzen, dass aufgrund der Diskrepanz von idealem Studienplan bzw. Möglichkeit des Querstudiums, sofern LV Ketten eingehalten werden, vermehrt Studierende aus niedrigeren Semestern, höher Semestrigen Plätze wegnehmen, wodurch für jene, die nach idealen Studienplan studieren, vermehrt Platzprobleme zustande kommen. Ebendrum sprechen wir uns dringlichst dafür aus, dass eine allgemeine Vorgehensweise seitens der PH, in Zusammenarbeit mit der HV, ausgearbeitet wird, wie man hiermit in Zukunft umgehen möchte.

 

Anwesenheitsverpflichtung: Vor allem durch die derzeitige pandemische Situation sehen wir uns als Hochschulvertretung immer häufiger mit Problemen der Anwesenheitspflicht konfrontiert. Unabhängig von der aktuellen Lage ist ein flexibler Universitätszugang immer notwendiger, da viele Studierende heutzutage mehrere Verpflichtungen gleichzeitig haben, wodurch es wichtig ist, adäquat auf diese Veränderungen einzugehen und neue Systeme zu entwickeln. Immer wieder korreliert die Verletzung der Anwesenheitspflicht mit der Verlängerung des Studiums. Jedoch sind viele Studierende auf ein zeitnahes Abschließen ihres Studiums angewiesen. Wir fordern daher zur Verbesserung der Situation ein weiteres Absenken der Anwesenheitsverpflichtung ohne Qualitätsverlust. Dieses würde auch dem entsprechend gewünschten Pädagogischen Hochschulmodell näherkommen und uns vom Ausbildungszentrum der Pädagogik entfernen.

 

STEOP: Durch den Aufbau des Curriculums kann es bei einem Misslingen der STEOP zu unerträglichen Zeitverzögerungen kommen. Wenn die Studierenden regulär nach Plan des ersten Semesters studieren und einzelne Lehrveranstaltungen der STEOP nicht bestehen, dann können sie im zweiten Semester keinerlei Lehrveranstaltungen belegen. Diese Problematik hat sich durch das neue Curriculum verstärkt. Bei der vorangegangenen Version des Curriculums machten rund die Hälfte der ECTS Punkte nicht prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus, die in weiterer Folge besucht werden konnten. Einzig die Prüfungen konnten erst nach positiver Absolvierung der STEOP belegt werden. Als Hochschulvertretung sind wir dankbar und begrüßen die neu eingezogen Prüfungstermine. Dennoch fordern wir eine zeitnahe Lösung, wie in Zukunft mit dieser Situation umgegangen werden soll. Die Option zwei Semester länger dadurch zu studieren, stellt für uns keine Möglichkeit dar, da viele Studierende, bedingt durch Bildungskarenz etc. auf ein zeitnahes Abschließen des Studiums angewiesen sind.

 

Onlinelehre: Die letzten zwei Jahre der Pandemie haben uns bewiesen, wie gute Online Lehre aussehen kann. Wir möchten allen Lehrenden ein großes Dank aussprechen für ihre Arbeit und Mühewaltung, Studierende auch in dieser Zeit qualitätsvoll zu begleiten. Umso wichtiger ist es, dass wir positive Aspekte aus der Pandemie ziehen und diese zukünftig ebenso in unser Studium miteinbinden. Wir sprechen uns für eine erhöhte Onlinelehre in jenen Fächern aus, welche vor allem abends stattfinden, aber auch jene, welche ohne Qualitätsverlust online stattfinden können. Hierbei ist wichtig zu betonen, dass wir keinesfalls ein reines Onlinestudium wünschen und fordern, da wir die Notwendigkeit des sozialen Interagierens und des Lernens miteinander und voneinander als elementaren Stein betrachten, da es sich um ein Soziales Studium handelt. Nichtsdestotrotz erachten wir es als notwendig an, dass hier nochmals nachgebessert